“Das Pop-Schnuckelchen”, “sexy”, “heiß” – mit diesen Begriffen tituliert eine große Boulevardzeitung mit vier Buchstaben das ehemalige Soapsternchen Jeanette Biedermann. Warum? Ich verstehe es beim besten Willen nicht. Ihre Musik ist furchtbar, ihr Styling schrecklich. Und beides ist nicht eigen. Der bunte Mix aus Rock und Pop hat alles, nur keinen Wiedererkennungswert. Gut, es klingt zuwider, das erkennt man jedes Mal. Aber Jeanette ist schließlich nicht die einzige, die scheußliche Musik auf den Markt schmeißt.
Das Schlimme daran ist: Das Ganze wird noch gekauft. Die einzige Erklärung hierfür ist, dass ihre alten Fans von GZSZ ohne Rücksicht auf Verluste im eigenen Geldbeutel alles von der Biedermann erwerben. Starkult eben. Qualität scheißegal. Und die, die sie nicht aus der Glotze kennen, folgen bedingungslos den Kinder- und Jugendzeitschriften, die Jeanette in den Pop-Himmel hieven wollen. Journalistische und erzieherische Verantwortung? Fehlanzeige! Es ist doch kein Wunder, dass Tokio Hotel jahrelang die Charts beherrschen, wenn sogar Jeanette Biedermann medial omnipräsent ist. Sähe sie wenigstens gut aus. Ich meine wirklich gut. Es gibt Frauen, da leckt man sich alle Finger nach ab, die haben Sexappeal, die will man als lebensgroßes Poster im Schlafzimmer. Aber Jeanette? Ein langweiliger Brei aus verschiedenen Stylings anderer Stars. Sie will wild sein doch bleibt braver als ein zugekiffter Hippie. Wie man dann noch zur sexiesten Frau gewählt werden kann, bleibt völlig unverständlich und wohl für immer ein Rätsel. Aber wenn die Medien aus dem Entlein einen Schwan machen wollen, dann gelingt das eben.
applaus…
Tja, Fräulein Schanedde Biedermann ist eben das Fast-Food der deutschen Musikszene: Null Qualität, völlig geschmacklos und bei zu viel Konsum kommt es zu Übelkeit. Wenn man die Zielgruppe aber lange genug damit füttert, will sie irgendwann immer mehr davon. Selbst knorpelige Chicken-Wings in ranzigem Fett erscheinen dann auf ihre Art vertraut und herzallerliebst. Schanedde Biedermann IST ein Chicken Wing.
aber ein Chicken Wing, das ich gerne mal ohne Teigmantel sehen würde
—
what are you in2?
bäh nicht mal das!