Karlsruhe (sch) Ein Ansturm auf Bibliotheken und Drogeriemärkte kennzeichnete auch das gestrige Erscheinungsbild Karlsruhes. Wie in anderen deutschen Universitätsstädten erfuhren in diesen Tagen hunderte von Studierenden den genauen Termin ihrer Abschlussprüfung. Diese nur auf Grund schwerer Krankheiten oder Tod verschiebbare Deadline führe den meisten Betroffenen vor Augen, dass ihr Kenntnisstand die Prüfungsthemen betreffend den momentan vorherrschenden Tempertaturen gleiche, erklärte ein Prüfling.
Das Resultat dieser Erkenntnis bekommen die Mitarbeiter der Karlsruher Bibliotheken zu spüren. Laut einer Mitarbeiterin der Badischen Landesbibliothek verzeichnete man in dieser Woche bereits so viele Bestellungen an Büchern wie sonst in einem ganzen Monat. Hinzu kommen Fernleihen von anderen Bibliotheken aus dem südwestlichen Bibliotheksverbund, die bearbeitet werden müssen.
Ein anderes Ziel der Studierenden sind Drogerien. Dort sind Produkte mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Baldrian sehr gefragt und meist ausverkauft. “Ich muss mich damit beruhigen, wenn ich wieder kurz vor einer Panikattacke stehe”, erzählte eine 23jährige Frau. So könne sie sich über die Angst über fehlendes Wissen ein wenig hinweghelfen. Allerdings schlage die Wirkung der Baldriantabletten nicht immer wie beabsichtigt an. Schließlich, lachte die Studentin, brauche sie ebenfalls Massen an Kaffee, um wachzubleiben und zu lernen. Kaffee übrigens ist laut Auskunft des Handels in völlig ausreichender Anzahl vorhanden.
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