„Ich bin ‘ne geile Schlampe und fick’ mich!“ Solche Worte aus dem Mund der ARD-Moderatorin Sandra Maischberger sind doch eher ungewöhnlich. Doch in der gestrigen Sendung hagelte es live im Fernsehen nur so von Begriffen, die zu einer früheren Sendezeit weggepiept werden müssten. Die Zuschauer konnten sich freuen über eine mal mehr oder mal weniger offene Verwendung unser aller Lieblinsvokabeln: „Ficken“, „blasen“, „lecken“ und „bitch“ gehörten zum Standardrepertoire der Gesprächsrunde zum Thema „Keuschheit statt Porno – brauchen wir eine neue Sexualmoral“. Dabei ließ die gewohnt lockere und direkte, jedoch manchmal etwas am Thema vorbei redende Rapperin Lady Bitch Ray ihren Sitznachbarn und überzeugten Katholiken Nathanael Liminski päpstlicher als Benedikt und verkalkter als so manch eine Wasserleitung aussehen.
Interessant und erschreckend zugleich: Sozialarbeiter Wolfgang Büscher aus Berlin berichtete von Familien, in denen die Väter zusammen mit ihren Kindern Pornos angucken. Die angehende Doktorandin Ray wies die Kritik an Rapmusik als Ursache großteils von sich und verwies auf eine schlechte Erziehung und Betreuung der Kinder.
Das Anfangszitat Maischbergers ist übrigens frei nach Rapperin Ray. Aber seht selbst. Die Sendung gibt es im Archiv auf www.ard.de, Fernsehen, alle Sendungen, Menschen bei Maischberger, 4. Dezember 2007.
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